Espresso Bar am Stephansplatz
Das neue Café am Dom setzt die Geschichte der Wiener Kaffeehäuser und Espressobars ins Heute fort, ohne dabei alte Modelle zu zitieren, zu imitieren oder zu kopieren.
Kaffeehaus und Interior Design gehören in Wien untrennbar zusammen. Dies gilt noch viel mehr für die Espresso-Bars, die in den 1950er Jahren den Typus des althergebrachten Kaffeehauses in anderer Weise fortführten.
Starke Farben, grafische Muster.
Die rote Tönung der Oberflächen in unterschiedlichen Materialien, Ausprägungen und Schattierungen ist das markante Merkmal des Interieurs. Die Dunkelheit mag auf den ersten Blick überraschen, doch trägt der Glanz der Oberflächen die Lichtreflexe bis tief in das Lokal – so wirkt der Raum dunkel und hell, warm und frisch zugleich. Das großformatige Natursteinmosaik in einem Rautenmuster ist Anklang an die Italianità der früheren Espressobars, die Dreifarbigkeit folgt einer Inspiration durch das Dach des Wiener Stephansdomes vis à vis. Am hintersten Punkt des Lokals findet sich, für alle sichtbar, die typische Uhr, die für die Bemessung der Pause vom städtischen Alltag so wichtig geworden ist.
AUFGABE: Farbkonzept
REALISIERUNG: 2025
ARCHITEKTUR: BWM Team
Erich Bernard, Pia Temt, Eleni Nagl, Livia Hämmerle, Julia Neuner, Carolina Christoffer
FOTOGRAPHIE: Kyle Knodell